Aktualisiert
21.09.2026

Erstellt
21.09.2026

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Das Positionspapier der «Aufrecht Schweiz» (hier spezifisch für den Kanton Thurgau) skizziert eine radikal libertäre Vision, die auf der Maximierung individueller Freiheit, der Abschaffung staatlicher Zwänge und der vollständigen Privatisierung öffentlicher Aufgaben basiert. Als auslösendes Moment für die Gründung sind die staatlichen Massnahmen zwischen 2020 und 2022 genannt, gegen deren «totalitäre Einschränkungen» die Partei ankämpft.

Die Kernforderungen lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  1. Bildung: Abschaffung des Schulzwangs und der staatlichen Lehrpläne. Eltern sollen frei über die Bildung ihrer Kinder entscheiden können (inklusive Homeschooling). Staatliche Schulen sollen privatisiert werden; als Übergangslösung werden Bildungsgutscheine unterstützt, das Ideal ist jedoch eine vollständige Finanzierung über den freien Markt.
  2. Gesundheitswesen: Abschaffung der obligatorischen Krankenversicherung (OKP) und Einführung eines rein marktwirtschaftlichen Systems basierend auf Eigenverantwortung und Vertragsfreiheit. Staatliche Lizenzen für Ärzte und der Numerus Clausus sollen fallen, um den Wettbewerb zu fördern. Staatliche Zwangsmassnahmen wie Impf- oder Maskenpflicht werden explizit abgelehnt.
  3. Altersvorsorge: Die AHV wird als «Schneeballsystem» bezeichnet und soll schrittweise privatisiert werden. Bürger sollen selbst entscheiden können, wie sie für das Alter vorsorgen, anstatt in ein staatliches Umlageverfahren einzuzahlen.
  4. Soziales & Bedürftigenhilfe: Ablehnung des «Sozialstaats» und der zwangsweisen Umverteilung durch Steuern. Hilfe für Bedürftige soll freiwillig durch private Initiativen, Stiftungen und Solidarität der Bürger erfolgen, da staatliche Systeme negative Anreize zur Leistungsreduktion schaffen würden.
  5. Forschung & Geistiges Eigentum: Staatliche Forschungsförderung wird als unethisch abgelehnt, da sie durch Enteignung (Steuern) finanziert wird. Zudem wird die Abschaffung von Patenten und Urheberrechten gefordert, da diese als wettbewerbshemmende Monopole betrachtet werden.
  6. Geldpolitik: Einführung eines freien Geldwettbewerbs anstelle des staatlichen Fiat-Geld-Monopols. Schutz des Bargelds und von nicht nachverfolgbaren digitalen Währungen (wie Bitcoin) vor staatlichem Zugriff oder Annahmezwang.
  7. Digitalisierung: Strikte Ablehnung von Überwachungsmassnahmen (Gesichtserkennung, Social-Scoring, Chatkontrolle) und einer digitalen Zwangs-ID. Forderung nach einem Recht auf digitale Unversehrtheit und der Garantie von Offline-Alternativen im Kontakt mit dem Staat.
  8. Umwelt & Energie: Umweltschutz soll durch Eigentumsrechte und wirtschaftliche Freiheit erreicht werden, nicht durch staatliche Verbote oder Lenkungsabgaben. Im Energiesektor sollen alle Subventionen und Technologieverbote (auch für Kernkraftwerke) fallen, damit sich die effizientesten Technologien im freien Wettbewerb durchsetzen.
  9. Arbeitsmarkt & Wirtschaft: Abbau aller regulatorischen Hürden wie Mindestlöhne, Höchstarbeitszeiten oder allgemeine Verbindlichkeitserklärungen von Gesamtarbeitsverträgen (GAV). Der Staat soll sich vollständig aus der Wirtschaft zurückziehen, Subventionen streichen und sich nur auf die Durchsetzung von Haftungsregeln beschränken.
  10. Medien: Abschaffung der Billag/Serafe (Medienzwangsgebühren) und aller staatlichen Subventionen für Medienhäuser, um eine vollständige Unabhängigkeit der Medien vom Staat zu gewährleisten.
  11. Migration: Einführung einer «Marktmigration». Zuwanderung soll nur möglich sein, wenn Einwanderer selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen können (durch Arbeits- oder Mietverträge) oder wenn Privatpersonen eine Bürgschaft übernehmen. Staatliche Integrationsprogramme und das aktuelle Asylsystem werden abgelehnt.
  12. Aussenpolitik: Strikte Wahrung der Neutralität, kein Beitritt zu Militärbündnissen wie der NATO und Ablehnung von internationalen Sanktionen. Fokus auf freien Handel und friedliche Beziehungen zu allen Ländern bei gleichzeitiger Stärkung der militärischen Autarkie der Schweiz.

Das Papier versteht sich als «Freiheits-Stern», der eine Richtung vorgibt, auch wenn die vollständige Umsetzung als langfristiges Ideal betrachtet wird. Ziel ist es, die Macht des Staates und der Verwaltung zugunsten der Souveränität des Einzelnen und der Vertragsfreiheit radikal zurückzubinden.

Dieses Papier, das Original übrigens 17 Seiten lang, ist hier zu finden (wie oben im Eingangsblock).