Aktualisiert
19.03.2026
Erstellt
19.03.2026
Das Bedürfnis eines Stillen Örtleins auf dem Berg habe ich als Auftrag erkannt. Die folgende Bildstrecke zeigt, wie das vor sich geht:

Die Örtlichkeit auf dem Berg, wie folgendes Foto, bietet sich an, bestehende Kanalisation nutzend:


Nun galt es, das notwendige Material zu finden bzw. sich zu fallen zu lassen:
Da findet sich doch auf einer Wanderung ganz in der Nähe zur Entsorgung bereitgestelltes Toiletten-Inventar:

Damit liesse sich doch was machen. Wie sich das anfühlen würde auf diesem Schacht-Deckel einfach das Closet hinzustellen, überlasse ich dem Zuschauer.
Es muss also eine Hütte her… aber es soll ja nicht gleich oben am Berg angelangt, nach einer unverkennbaren Scheiss-Hütte aussehen – hmmm???
Also lass ich mir was einfallen. Wie wärs damit: es sieht aus wie ein Brunnentrog aus Holz, beherbergt aber ein massives Holzfundament, worauf das Closet + Spühlkasten steht, verpackt mit einem Rundum-Täfer. Etwa so:

Na ja, eine Täfer-Abdeckung etwas geneigt, damit das Wasser bei Regen schön abläuft, soll bei nicht Betrieb aussehen wie eine Arbeitsbank. Bei Betrieb mit Blache gedeckt, damit das ungestöhrte Örtlein, auch so bleibt:

Blache gratis zugefallen (herzlichen Dank den Spender). Holz anlässlich eines Abbruches statt Entsorgung gegen einen Znüni gesichert. Die Ladung für den Transport in die Werksatt ist fertig.

Die Werkstatt ist Luftlinie knapp 70 Meter entfernt, also nichts wie hin!

Der war wirklich zu lang, blieb mir kaum anderes übrig, als die Werkstatt-Türe zu verbarikadieren, der Rest findet an der rechten Wand spielend Platz am Trockenen.

Der Schacht-Deckel ist ein sackschwerer Eisen-Beton-Deckel der bekannten Art, und ich will das Alpen-Klo ja wieder rückbauen bei Bedarf oder eben nie mehr Bedarf. Dazu brauche ich eine geeignete Abdeckung; rund genau in den Schacht passend – gefunden:

Auf einer Baustelle, einen provisorischen Blechdeckel, der uns dereinst überlassen wird. Also alles Material beisammen, beginnt nun das Bauen.
Das Grund-Fundament besteht aus 180 x 80 cm 12/15er Balken, die müssen mal zugeschnitten werden. Da in der Werkstatt kein Platz für solche lange Dinger, mache ich das halt auf dem Vorplatz:

Zuerst die langen zu 180cm dann die kleinen zu 80cm

Das sieht dann etwa so aus, womit klar wird, wenn es plan werden soll, die Enden gegenseitig versenkt werden müssen.

So habe ich also die Schnittführung für die Gehrungsfräse einzeichnet:

Diese Arbeit wird am nächsten Tag erledigt, die langen draussen, die kurzen wieder in der Werkstatt.
20.03.2026 Heute beginnt die Bearbeitung der Gross-Nuten, die ich gestern in den Balken eingezeichnet habe:

Das Teil ist grad höchste Grösse, das ich auf meinem Fräsentisch bearbeiten kann. Die folgenden drei Nuten sind gefräst und mit dem Stechbeitel fein gesäubert.

Drei solcher Nuten sind ausgefräst und bearbeitet.
3 plus 6 folgen noch … Fleiss-Arbeit !!!

Die ersten 6 Nuten sind nun also gefräst und ausgeputzt…

21.03.2026 Zur Probe und die Querbalken anzeichnen, mal auf den Vorplatz gestellt.
Der Nächste Schritt ist nun die Gegenstück-Nuten in die Querbalken, damit das ganze plan zusammenpasst
25.03.2026 Während die zu bearbeitenden Elemente mehr und mehr zweckentsprechend be- und verarbeitet werden, müssen weitergehende Überlegungen angestellt werden. Das Grundfundament muss ja noch mit tretsicheren Planken belegt werden, damit man in/auf den WC-Raum treten kann.
Da Naturboden unter diesen, liegt, soll sich auch keine Feuchtigkeit bilden, durch Temperatur-Unterschiede, Bodenfeuchte, deshalb neige ich dazu mit Spalten von 5mm getrennte Planken. Damit kann das ganze atmen.

Wir bereits erklärt, wird bei Betrieb eine Blache über die Chlause gelegt, als Sicht-Schutz und allfälligem Niederschlag. Die Täfer-Elemente für Frontseite werden zur spielerisch leichten De- oder Wieder-Montage in mehrere Stücke erstellt. Das zeigt sich in nächster Abbildung, wo die mobilen Elemente sichtbar sind.

Die beiden linken Elemente können einfach hochgezogen und beiseite gestellt werden. Ebenso wird für die Abdeckung mit drei schmalen Elementen die De-Montage einfach gemacht.

04.04.2026 Das Grundfundament mal ausgelegt und eine Kartonschablone für den Teil der WC-Schüssel und Spühlkasten.

05.04.2026 Stellt sich die Frage der genauen Ausmassung der Seitenwände:

Niveau-Schnitt-Planung zu Befestigung der Front-/Seitenwände

Die Variante zu Befestigung der Front-/Seitenwände ist bereits wieder zweimal überarbeitet.

06.04.2026 Zuerst wollte ich ein vertikal zu schiebendes Klötzchen mit Nut, ist mir aber zu aufwendig und kompliziert aufgefallen, deshalb einfachere Variante 2.

Die Bodenleiste 24×48 liegend wird mit vertikal Flachdübel fix auf dem Boden-Element befestigt. Das L-Profil mit horizontalem Flachdübel am Täfer, so dass es über die Boden-Leiste gelegt die Täferwand nach innen fixiert.
07.04.2026 Die Boden-Element-Balken werden heute fertig bearbeitet, damit sie gemäss Plan einzusetzen sind. Die liegenden Bodenleisten 24×48 werden mittel Flachdübel verleimt. Damit haben wir die genaue Länge der Trittlatten (800 – 96 (Fix montierte Bodenleisten) = 704 mm – 2×24=48 vertikal Leisten die einhaken sollen = 656mm, aha, stimmt sogar mit obiger Berechnung überein. 🙂)